Kreuder unterstützt Forderungen des Mieterbundes

Dr. Thomas Kreuder und Jörg Grünberg in der Geschäftsstelle des Mieterbundes in Bad Homburg

 

Bei einem Informationsaustausch zwischen dem SPD-OB-Kandidaten Dr. Thomas Kreuder und dem Vorsitzendes des Mieterbundes Jörg Grünberg herrschte schnell Einigkeit, dass deutlich mehr bezahlbare Wohnungen in Bad Homburg geschaffen werden müssen. Grünberg, dessen Verein allein in der Kurstadt rund 850 Mitglieder vertritt, nannte konkrete Zahlen: „Selbst wenn alle Neubauprojekte von Vickers-Areal über Südcampus bis Bornberg zügig realisiert werden könnten, würde der Bestand an Mietwohnungen um höchstens zehn Prozent wachsen. Bei nur 20 Prozent geförderter Einheiten, wären das gerade einmal rund 270 Wohnungen für Normalverdiener.“ „Damit lässt sich der Druck auf den Mietwohnungsmarkt nicht lindern“, folgerte Kreuder. Große Sorgen bereitet Grünberg und Kreuder zudem die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Noch gäbe in der Innenstadt zahlreiche Wohnungen im bezahlbaren Segment. „Wenn etwa in der Elisabethenstraße im Zuge von Erbfällen oder anderen Eigentümerwechseln Investoren die Regie übernehmen, werden die Mieten schnell steigen“, befürchtet Grünberg. Kreuder kündigte an, dass er als OB alle Mittel des Planungsrechtes nutzen werde, um den Bestand zu sichern. „Eine Milieuschutzsatzung ist das Mittel der Wahl“, so der Sozialdemokrat. Besonderes Augenmerk legten Grünberg und Kreuder auf die Nebenkosten, die sogenannte „Zweite Miete“. Hier bezeichnete es Grünberg als Skandal, dass die Hochtaunusbau erneut versuche, gegenüber Mietern in der Jacobistraße überhöhte Beiträge für Hausmeister und Winterdienst durchzudrücken, obwohl hiergegen sogar der Magistrat interveniert habe. Der Mieterbund, so Grünberg, sieht in Sachen Nebenkosten auch die Stadt in der Pflicht und fordert, Grundbesitzabgaben sowie Gebühren für Entsorgung, Wasser und Erdgas maßvoll und zeitnah anzupassen, um große Kostensprünge zu vermeiden. Kreuder unterstützte diese Forderung und schloss: „Wir brauchen durchgängig nicht nur zwanzig, sondern dreißig Prozent geförderten und preisvergünstigten Wohnraum, um die stetigen Mietsteigerungen in Bad Homburg unter Kontrolle zu bekommen.“