OB-Kandidat Kreuder drängt auf mehr Wohnbebauung auf dem Senger-Areal

„Die Corona-Pandemie hat Planungsprämissen verändert. Ich denke, niemand schreibt die bisherigen Prognosen zu Büroraumbedarfen einfach fort. Auch in Bad Homburg müssen wir uns neu ausrichten“, positionierte sich der OB-Kandidat Dr. Thomas Kreuder (SPD) zur Diskussion um das Senger-Areal. Er plädiert dafür, sich Überlegungen einer deutlich umfänglicheren Wohnbebauung auf dem riesigen Gelände zu öffnen. Eine Verringerung des Büro- und Gewerbeanteils biete Chancen, den dringenden Bedarf nach Wohnraum in Bad Homburg zu befriedigen. „Ich höre aus meinen vielen Gesprächen mit Handwerkern und Unternehmern immer wieder, dass es an Fachkräften und Nachwuchs und für diese an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Hier könnten wir nun zusätzlich etwas tun und einer wichtigen Forderung unserer lokalen Wirtschaft nachkommen“, erläutert Kreuder. Für den OB-Kandidaten der SPD steht außer Frage, dass bei allen Neubauvorhaben die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Vorgaben der sozialen Bodennutzung einzuhalten und damit mindestens ein Fünftel bezahlbare Wohnungen vorzusehen sind. Die in der bisherigen Planung enthaltenen sogenannten „Stadtvillen“ nannte Kreuder „Platzverschwendung“ und warb für „qualitativ ordentlichen, nachhaltigen Geschosswohnungsbau“. „Für den Gewerbeanteil kann ich mir gut kleinere Einheiten und Co-Working-Spaces vorstellen. Auch hier gilt es, Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Homeoffice am Küchentisch nervt“,  schloss Kreuder.