Der Mensch Thomas Kreuder

Ich bin ein glücklicher Mensch. Geboren 1960 in Frankfurt am Main, seit 1984 verheiratet mit Ursula, einer Rechtsanwältin und Mutter unserer drei großartigen Kinder Tilman, Andrea und Michaela. Sie alle haben schon ihre eigenen Familien, und wir erfreuen uns an mittlerweile sechs Enkelkindern, die unser größtes Glück sind.

Seit 1993 wohne ich mit berufsbedingten Unterbrechungen in Bad Homburg. 2016 wurde ich in den Ortsbeirat Gonzenheim gewählt und bin seither Stellvertretender Ortsvorsteher. Ich lebe hier gerne, genieße das reichhaltige Angebot von Geschäften und Kultur, die perfekte Anbindung und verbinde mit unserer Stadt mittlerweile viele private Erlebnisse. Hier sind unsere Kinder auf die Friedrich-Ebert- und die Humboldtschule gegangen, haben bei den Nullfünfern und beim Hockey-Club Bad Homburg gespielt und ihre ersten Ballettschritte gemacht. Hier haben meine Frau und ich unseren 25. Hochzeitstag und unsere Kinder ihre Hochzeiten gefeiert. Hier wurden zwei unserer Enkelinnen getauft, und hat meine Mutter ihre letzten Jahre mit uns in unserem Haus verbracht. Seit 2015 haben wir zwei jungen Geflüchteten aus Afghanistan für ein paar Jahre ein sicheres Zuhause bieten können. Beide sind nun gut integriert, haben vor Kurzem eine Lehre abgeschlossen bzw. arbeiten in einem Handwerksbetrieb; einer ist seit einiger Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gonzenheim. Seit letztem Jahr wohnt bei uns ein junger Syrer, der vom Assad-Regime inhaftiert wurde, nun in Windeseile Deutsch gelernt hat und hofft, sein Studium fortsetzen zu können. Ich bin in zahlreichen Vereinen aktiv und fühle mich wohl in Bad Homburg.

Studium und Berufseinstieg

Mit 15 Jahren wusste ich, dass ich Jura studieren würde. Das Streiten für Gerechtigkeit und Freiheit galt mir als außerordentlich erstrebenswert. Nach dem Jurastudium in Berlin und Frankfurt am Main und beiden juristischen Staatsexamina, die ich zusammen mit meiner Frau absolvierte, war ich zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt, an der ich auch promoviert wurde. Ich verließ die Universität, um in Wiesbaden zunächst in der Kanzlei des Landtagspräsidenten und anschließend im Hessischen Finanzministerium zu arbeiten. Als Leiter des Ministerbüros von Finanzminister Karl Starzacher und Referatsleiter für Angelegenheiten des Bundesrates und der Finanzministerkonferenz hatte ich vier aufregende, herausfordernde, lehrreiche und insgesamt tolle Jahre in der „richtigen Politik“ mit harten Auseinandersetzungen mit der Landtagsopposition, Haushaltsaufstellungen, Gesetzgebungsverfahren auf Landes- und Bundesebene.

Es folgte eine Abordnung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Karlsruhe. Ich bin stolz und dankbar, „Hiwi“ am BVerfG gewesen zu sein, der Ort juristischer Brillanz in Deutschland mit herausragenden Richterinnen und Richtern und einer wunderbaren professionellen Atmosphäre und anderen hoch kompetenten „Hiwis“. Zahlreiche Freundschaften aus dieser Zeit, nun mit Richterinnen und Richtern an Ober- und Bundesgerichten, halten bis heute.

Wechsel in Privatwirtschaft und Management

2000 schied ich aus dem Öffentlichen Dienst aus und wechselte in die Privatwirtschaft. Seit über 20 Jahren übe ich in einem großen Chemieunternehmen und dessen Vorgängergesellschaften Leitungsfunktionen aus und bin derzeit Konzernbereichsleiter für Recht, Intellectual Property Management & Compliance und verantwortlich für rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.

Nicht wenige haben damals über meinen Schritt, als Ministerialrat aus dem Beamtenverhältnis auszuscheiden, den Kopf geschüttelt. Ein solches Amt mit seinem Prestige und die damit verbundene Sicherheit gebe man doch nicht auf, hieß es. Ich bin froh darüber, mit 40 etwas Neues und anderes gewagt zu haben. Dieser Schritt hat mir beruflich die Welt eröffnet. International agierende Unternehmen stehen im globalen Wettbewerb; für einen Juristen ein spannendes Betätigungsfeld mit der Aufgabe, rechtlich tragfähige Lösungen im internationalen Kontext, in anderen Sprachen und Rechtsordnungen zu entwerfen, zu verhandeln und durchzusetzen. Seit einigen Jahren nehmen Digitalisierungsthemen einen immer größeren Raum ein. Die rechtliche Gestaltung einer „Kette digitaler Abmachungen (Blockchain)“ und der Austausch „elektronischen Geldes“ ist hoch interessant. In der Privatwirtschaft hängt Erfolg davon ab, mit Produkten und Anwendungen, auf Märkten, bei Prozessen und Verfahren der Schnellste und Beste zu sein oder mindestes zur Spitzengruppe zu gehören. Diese ständigen Anstrengungen zu begleiten, rechtlich und organisatorisch neue Wege zu eröffnen und abzusichern, macht Spaß. Etwas unbekanntes, noch von keinem Konkurrenten vorgelebtes, war und ist nicht abschreckend, sondern motivierend, weil wir so mit unseren Lösungen die Ersten und Einzigen sind. Darüber hinaus stärkt Internationalität die Kreativität. Nicht nur abstrakt zu wissen, dass es auf diesem Planeten mehr als Deutschland und Europa gibt, sondern mittlerweile mit Ausnahme beider Pole auf allen Kontinenten gewesen zu sein, tatsächlich zu erleben, wie Menschen anders fühlen und denken, andere Ideen entwickeln und auf andere Lösungen kommen, ist eine tolle Erfahrung. Sie hilft mir jeden Tag, hält das Denken beweglich und lässt einen mehr wagen.

Erneut Neues wagen

Nun will ich nach 20 Jahren in der Privatwirtschaft wieder etwas Neues wagen. Wie damals als ich dem Beamtentum den Rücken gekehrt habe, gehe ich nun eine neue Herausforderung an und bewerbe mich als Oberbürgermeister meiner schönen Heimatstadt Bad Homburg.

Viel Kraft ziehe ich aus meinem unerschütterlichen Optimismus, mein Glas ist immer mindestens halbvoll.

In einer Großfamilie bleibt nicht viel Zeit und Platz für Hobbies. Ich lese gerne, treibe Sport, erfreue mich an Kunst und Kultur. Und fiebere mit unserer Eintracht im Waldstadion, vor dem Fernseher und am Liveticker.

Erfahren Sie mehr über meine Motive zur Kandidatur und konkreten Pläne für unsere Stadt. Lassen Sie uns gemeinsam mehr wagen!